Warum sind wir kitzelig?

Warum lachen wir, wenn wir gekitzelt werden? Warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Und warum sind wir überhaupt kitzelig? Diesen Fragen ist ein Forscherteam des Bernstein Zentrums Berlin nachgegangen und dabei zu wichtigen Erkenntnissen für die Sozialverhaltensforschung gekommen.

Um mehr über Kitzligkeit herauszufinden, haben die Wissenschaftler zunächst untersucht, ob auch Ratten kitzelig sind. Die Antwort: ja! Und sie scheinen auch eine Menge Spaß dabei zu haben, was sich aus ihren Rufen und ihrem Verhalten ablesen lässt. Sogar im Gehirn, genauer im somato-sensorischen Cortex, konnte dies nachgewiesen werden. Damit hat das Team um Prof. Dr. Brecht und Dr. Ishiyama einen nicht zu unterschätzenden Fund geleistet: Kitzligkeit scheint eine Art Trick des Gehirns zu sein, um Interaktion mit anderen anzuregen.

Während die Forschungsergebnisse verständlich erläutert werden, zeigen die Wissenschaftler auch, wie sie beim Kitzeln der Ratten vorgegangen sind und wie sich das Lachen der kleinen Tiere anhört. Für neue Erkenntnisse zur Frage, warum wir kitzlig sind, werft also unbedingt in unser heutiges Video!

Gewinnspielfrage: In welchem Frequenzbereich liegen die Töne der Ratten, wenn sie glücklich sind?

#VoteNow – so funktioniert’s:

Euch gefällt das Video? Dann kommentiert und likt es auf YouTube! Denn „Warum sind wir kitzelig?“ gehört zu den 21 Finalisten von Fast Forward Science 2017, die vom 4. bis 31. Oktober am Online-Voting teilnehmen. Das heißt: Ihr entscheidet, welche Videos einen der drei Community Awards gewinnen. Wie? Ganz einfach: Es zählen eure Likes und Kommentare auf YouTube. Viel Spaß beim Voten! Und wenn ihr uns außerdem noch die richtige Antwort auf eine unserer Gewinnspielfragen schickt (an: onlinevoting-ffs@w-i-d.de), habt ihr die Chance, eine von zwei VR One Plus Brillen unseres Sponsors ZEISS oder ein GEO-Jahresabo zu gewinnen. Zum Gewinnspiel. 

Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick.

Brickscience TV: Kryptographie

MZBGQHBGSDM RHBGDQ & FDGDHL RDMCDM? Na, wie lange braucht ihr, um diese Botschaft zu entschlüsseln?

In einer neuen Folge von Brickscience TV tauchen wir in die Geschichte der Kryptographie ein, der Wissenschaft zur Ver- und Entschlüsselung von Nachrichten. Dabei muss man zunächst einmal anerkennen, dass das sichere und geheime Überbringen von Nachrichten bereits seit langer Zeit eine Herausforderung darstellt. Eine der ersten bekannten Verschlüsselungstechniken nutzte der römische Feldherr Cäsar, aber auch im Mittelalter, zu Zeiten des Kalten Krieges und danach entwickelten sich sehr ausgefeilte und immer kompliziertere Verschlüsslungstechniken. Nach 1918 entstanden erste mechanische Chiffriermaschinen. Der von der Rotor-Schlüsselmaschine ENIGMA generierte Code des deutschen Militärs zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs galt fälschlicherweise lange als unknackbar. 

Neben der Darstellung der symmetrischen Verschlüsselung, welche immer noch einen Austausch des verwendeten Schlüssels benötigte, wird zum Ende hin auch die heute weit verbreitete asymmetrische Verschlüsselung erklärt. Das Video besticht durch die gute Zusammenfassung, welche mit durch kurzweilige Anekdoten aufgelockert wird. Ein liebenswerter historischer Abriss zur Kryptographie mit absoluter Seh-Empfehlung!

Der Satz oben lautet übrigens: „Nachrichten sicher & geheim senden.“ 

Gewinnspielfrage: Wie heißt die Verschlüsslungsart, bei der ein Klartext-Buchstabe immer in denselben Geheimtext-Buchstaben übersetzt wird?

#VoteNow – so funktioniert’s:

Euch gefällt das Video? Dann kommentiert und likt es auf YouTube! Denn „Brickscience TV: Kryptographie“ gehört zu den 21 Finalisten von Fast Forward Science 2017, die vom 4. bis 31. Oktober am Online-Voting teilnehmen. Das heißt: Ihr entscheidet, welche Videos einen der drei Community Awards gewinnen. Wie? Ganz einfach: Es zählen eure Likes und Kommentare auf YouTube. Viel Spaß beim Voten! Und wenn ihr uns außerdem noch die richtige Antwort auf eine unserer Gewinnspielfragen schickt (an: onlinevoting-ffs@w-i-d.de), habt ihr die Chance, eine von zwei VR One Plus Brillen unseres Sponsors ZEISS oder ein GEO-Jahresabo zu gewinnen. Zum Gewinnspiel. 

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Höhenwindenergie aus Freiburg

Mit Drachen an Seilen Strom erzeugen? Das klingt nicht nur ziemlich abgefahren und visionär, das ist es auch. Noch. Denn genau daran forscht Prof. Dr. Moritz Diehl an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Diese neue Technik der Höhenwindenergie versucht, alle „überflüssigen“ Teile der bisherigen Windräder wegzudenken. Übrig bleiben sogenannte Flugzeuge oder Drachen, die an Seilen durch modernste Regelungstechnik auf der optimalen Bahn für eine maximale Stromerzeugung gehalten werden. Die gewonnene Energie wird durch das Halteseil auf eine Winde am Boden übertragen, die zugleich Stromgenerator ist. Grundlage für die Berechnung der optimalen Flugbahn sind die aktuellsten Wetter- und Umgebungswerte.

Ein Knackpunkt in der aktuellen Forschung sind vornehmlich die Starts und Landungen der Flugzeuge, welche auf dem Weg nach oben und unten natürlich keinen Schaden nehmen sollen. Die Forscher in Freiburg haben dafür ein sich drehendes Karussell entwickelt, welches das Flugzeug in einer Kreisbahn auf die tatsächliche geplante Flugbahn bringt, die eine hohe Energieernte erlaubt.

Gewinnspielfrage: Verglichen mit einem Windrad: wieviel mehr an produzierten Strom versprechen sich die Wissenschaftler durch ein Flugzeug an der Seilwinde?

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Vernetztes Leben

„Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Luca“ präsentiert unser heutiges Finalisten-Video und es geht um: Fische! Dahinter steckt allerdings viel mehr, denn im Meer sind alle Lebewesen miteinander vernetzt.

So funktioniert der Meeres-Kreislauf: Fische fressen kleinere Wassertiere und scheiden danach mit ihren Exkrementen auch Nährstoffe aus. Diese sind zum Beispiel für Pflanzen im und am Wasser wichtig. Doch auch Plankton benötigt diese Nährstoffe, um zu wachsen und sich zu vermehren. Und für die anderen Lebewesen im Wasser dient Plankton wiederum als Nahrung. Es wird zum Beispiel von kleinen Krebsen aufgenommen. Und nun sind wieder die Fische an der Reihe: Sie fressen die Krebse und … ihr wisst schon!

Dass der kleine Luca das Zeug zu einem großartigen Wissenschaftler hat, beweist er in diesem liebenswürdigen Video, was am AWO Bürgerzentrum der Räucherei Kiel entstanden ist. „Vernetzt“ war übrigens Thema unserer Super Fast Challenge, bei der dieses Video den 3. Platz belegt hat.

Gewinnspielfrage: Von welchem Nährstoff ist hier die Rede?

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Was bringt Musik?

Es gibt keine Kultur ohne Musik – aber was ist eigentlich der evolutionäre Vorteil davon, dass wir Musik machen? In dem Finalistenvideo „Was bringt Musik?“ geht Davide von Klarton genau dieser  Frage nach. Dabei stellt er in bester wissenschaftlicher Manier erst verschiedene Thesen vor, um diese dann argumentativ wieder zu Fall zu bringen.  Dabei kommen Musikforscher, Sprachforschern und Anthropologen zu Wort, um die Frage abschließend zu beantworten – mit Erfolg!

Das Video ist nicht nur durch die spannende Fragestellung und die zahlreichen popkulturellen Anspielungen sehr unterhaltsam, sondern begeisterte die Jury auch durch die visuell sehr ansprechende Machart. So überrascht es auch nicht, dass das Video als Teil von Davides Diplomprojektes an der Züricher Hochschule der Künste entstanden ist. Unsere Jury war von diesem frischen Design und der sympathischen Darlegung in Schwizerdütsch sehr angetan und empfiehlt unbedingtes Ansehen.

Gewinnspielfrage: Wie lange machen wir schon Musik?

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Können wir unser Gehirn hacken?

Computer sind für uns heutzutage ganz selbstverständlich – sei es als Smartphone oder Laptop. Doch was wäre, wenn wir diese Technik nicht mehr über Touchscreen und Tastatur, sondern nur noch über unsere Gedanken steuern könnten? Wie weit die Forschung ist, stellt uns Cedric aka Doktor Whatson im Video des Tages vor.

Die direkte Verbindung zwischen unserem Gehirn und einer Maschine wird als Brain-Computer-Interface bezeichnet. Vor allem in der Medizin wird diese Technik bereits angewendet: Blinden Menschen kann so zum Beispiel mithilfe von Kameras wieder das Sehen ermöglicht werden. Wie das funktioniert? Innerhalb unseres Gehirns werden Informationen durch Stromimpulse übermittelt. Diese Signale kann ein Computer wiederum erkennen. So lässt er sich steuern, kann aber auch selbst Impulse erzeugen und mit dem Gehirn kommunizieren. Das Potential dieser Verbindung zwischen Mensch und Maschine haben nun auch die ersten Unternehmen erkannt und erforschen, wie man das Gehirn zum Beispiel mit künstlicher Intelligenz erweitern kann.

In seinem gut recherchierten Video, was immerhin ganze 10 Minuten lang ist, erläutert Cedric sehr detailliert, wie Brain-Computer-Interfaces funktionieren. Auch wenn die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt, könnte diese Technologie unseren Alltag bald auf den Kopf stellen. Die Überlegung, wie weit wir die Verbindung mit unseren Computern eingehen wollen, lohnt sich also jetzt schon – und ein Blick in dieses Video sowieso!

Gewinnspielfrage: Nenne eine Methode zur Hirnstrommessung, die im Video vorgestellt wird.

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How to: Economic Field Experiments

Wie genau funktioniert eigentlich Feldforschung und wie sieht das ganz praktisch aus? Der Nachwuchswissenschaftler Adrian ist Teil eines internationalen Forschungsprojektes von SASSCAL und dafür in Namibia unterwegs. Was beginnt wie ein perfekter Reiseblog, bietet tiefe Einblicke in die Herangehensweise und Durchführung von ökonomischen Feldexperimenten zu Abholzung in der Region Kawango, Namibia. Was muss alles bei der Orga beachtet werden, wie soll das Untersuchungsdesign aussehen und gestattet der König des Gebiets überhaupt, dass dort Forschung betrieben wird?

Zur Datenerhebung spielen Adrian und seine Kollegen mit zufällig ausgewählten Dorfbewohnern ein „Spiel“: Soll der Wald abgeholzt werden, um einen höheren Ertrag zu erzielen, oder soll der Wald geschont werden, um für die Dorfgemeinschaft von Nutzen zu sein? Langfristiges Ziel ist es, so Adrian, dass sich aus den neuen Erkenntnissen Handlungsempfehlungen für NGOs und Politik ableiten lassen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen demnächst auch in einem Paper veröffentlicht werden.

Dieses liebevoll produzierte Video hat die Jury insbesondere überzeugt, weil es auf unglaublich sympathische Weise das Forschungsprojekt beschreibt und dabei nicht davor zurückschreckt, auch Schwierigkeiten und ungelöste Fragen zu thematisieren. Wer wissen will, wie ökonomische Feldforschung funktioniert, dem empfehlen wir, unbedingt dieses Finalistenvideo anzusehen!

Gewinnspielfrage: Was ist die Lokalsprache der Kawango, in welche das Spiel übersetzt wurde?

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Wie entsteht Kabelsalat?

Wie kommen eigentlich die nervigen Knoten in unsere Kopfhörerkabel? Dieser wichtigen Frage haben sich Forscher der Universität Chicago angenommen und eine ganze Studie dazu veröffentlicht, die unser Finalist Finn von BYTEthinks mit viel Witz in seinem Video vorstellt.

Bis zur Erkenntnis war es ein langer Weg: Nach unglaublichen 3415 Versuchen haben die Wissenschaftler die Umstände identifiziert, unter welchen sich unsere Kabel verknoten: je länger das Kabel und je länger es sich in einem Behälter bewegt, desto komplizierter der Knoten. Soweit, so einfach. Doch es kommen noch eine Reihe weiterer Faktoren hinzu, wie die Größe des Behälters oder die Anzahl der Kabelenden. Tatsächlich steckt eine ganze Wissenschaft dahinter: die Knotentheorie. Sie stammt ursprünglich aus der Mathematik und kann nicht nur auf unsere Kopfhörer angewendet werden, sondern zum Beispiel auch in der Biologie.

Finn löst in seinem Video nicht nur endlich das ewige Knoten-Problem, sondern stellt auch das dazugehörige Forschungsfeld sehr praktisch dar – und hat sich so die Platzierung in unserem Finale verdient!

Gewinnspielfrage: Wie nennt man einen unlösbaren Knoten?

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Durch Zeit und Fluss: Auf Wanderschaft mit dem Stör

Der Stör hat neben Eiszeiten und Naturkatastrophen bisher alles überlebt. Er schwamm sogar schon durch unsere Gewässer, bevor es die ersten Dinosaurier gab. Dabei haben Wanderfische wie der Stör ein aufregendes Leben: Es beginnt, indem sie aus ihren Eiern schlüpfen und zunächst in einem Fluss aufwachsen. Schon bald verlassen sie ihre gewohnte Umgebung, um auf eine lange Reise in Richtung Meer aufzubrechen. Und dabei gibt es eine Reihe an Gefahren zu überwinden: Staudämme, Fischereinetze oder gar giftige Abwässer, die den Störbestand seither drastisch verringert haben. Da der Wanderfisch seine Reise nicht nur einmal zurücklegt, sind diese Hindernisse besonders schädlich. Denn auch wenn der Stör im Meer den Großteil seines Lebens verbringen kann,  schwimmt er den gefährlichen Weg in sein Heimatgewässer zurück, um dort wiederum selbst Eier zu legen und die nächste Generation von Stören heranzuziehen.

Im Video des Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei können wir den Stör auf seiner Wanderung begleiten. Damit er sie auch in Zukunft fortsetzen kann, müssen wir allerdings schnell handeln, um seine Art vor dem Aussterben zu schützen.

Gewinnspielfrage: Warum ziehen Störe ins Meer?

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Hinter den Kulissen der Wasserstoffforschung

Das Auto der Zukunft ist intelligent und fährt autonom – doch mit welchem Kraftstoff? Genau daran arbeiten Forscher des Instituts für Werkstoffforschung im Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG). Die Frage: Wie kann Wasserstoff zukünftig als Treibstoff für Fahrzeuge genutzt werden?

Thomas Klassen, einer der Leiter besagten Instituts, widmet seine Forschung diesem Thema. Seine persönliche Motivation: seinen Oldtimer, eine Isetta, mit einem Wasserstofftank auszustatten und darüber anzutreiben. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg, denn die erste Hürde ist bereits die Herstellung des Wasserstoffs. Zwar ist diese am HZG gut erforscht und bereits nur mithilfe von Sonnenlicht möglich. Dies verursacht jedoch noch viel zu hohe Kosten, um die Methode außerhalb des Labors zu realisieren. Und es folgen weitere Schwierigkeiten: Wie soll der Wasserstoff schließlich transportiert werden? In welcher Form wird er im Fahrzeug gespeichert? Und ist das Ganze effizient?

Während wir der wasserstoffbetriebenen Zukunft erwartungsvoll entgegenschauen, empfehlen wir einen Blick in unser heutiges Finalisten-Video.

Gewinnspielfrage: Was ist die effizienteste Methode zur Speicherung von Wasserstoff, die im Video vorgestellt wird?

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