Im Interview // Teil 3

Es folgt Teil 3 unserer Interviewreihe mit den Fast Forward Science Preisträgern 2016.

Lukas Stadelmann hat mit zwei Freunden das Video „VI“ oder auch „Virtual Insanity“ produziert. Das dies erst das zweite gemeinsame Video der drei ist, merkt man in keiner Sekunde. Mit ausdrucksstarken Bildern haben sie die Jury überzeugt und in der neuen Kategorie VISION den ersten Platz belegt.

Schon lange im Geschäft der Webvideos aktiv, ist Marcel vom YouTube-Kanal Techtastisch. Mit über 250.000 Abonennten gehört sein Kanal zu den größten Kanälen mit Lifeexperimenten. In diesem Jahr gewann er mit dem Video „Diamanten verbrennen! Für die Wissenschaft!“ den Community Award.

 

Im Interview // Teil 2

Heute geht es weiter mit der Interviewreihe unserer Preisträger. Gemein ist den beiden, dass sie bereits zum zweiten Mal am Fast Forward Science teilgenommen haben.

Finn vom YouTube-Kanal BYTEthinks hat in diesem Jahr insgesamt sogar drei Plätze beim Wettbewerb abgeräumt. Platz 1 bei der Super Fast 48h-Challenge und jeweils Platz 3 in der Kategorie Substanz und beim Community Award. Wie er das geschaffft hat und warum ihn das Medium Webvideo fasziniert, hat er uns in einem kurzen Interview am Tag nach der Preisverleihung geschildert.

Den 1. Platz in der Kategorie Substanz gewann Prof. Dr. Boris Zernikow und sein Team vom Deutschen Kinderschmerzzentrum. Wie sie Videos in ihrer Arbeit einsetzen, beispielsweise um Kinder und Jugendliche über den richtigen Medikamenteneinsatz bei Kopfschmerzen aufzuklären, berichtete er uns in einem kurzen Gespräch wenige Stunden vor der Preisverleihung.

 

Im Interview // Teil 1

Am 6. Dezember fand in Bielefeld die Preisverleihung des Fast Forward Science 2016 statt. Wir haben die Gelegenheit genutzt und die Erstplatzierten zum kurzen Videointerview gebeten. Die Ergebnisse werden wir in den kommenden Tagen mit euch auf unserem Blog teilen.

Tobias Djuren hat den DFG-Spezialpreis MeerWissen gewonnen. Sein Video „Kein Plastik Meer!“ kommt ganz ohne Sprache aus und hat die Jury mit den starken Bildern überzeugt. Auf Tobias wartet mit dem ersten Preis nun eine Ausfahrt mit einem Forschungsschiff, Start ist beim GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Der DFG-Spezialpreis wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgerufen und richtete sich an Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren.

Von der Gewinnerin der Kategorie >>SCITAINMENT Mai Thi Nguyen-Kim wollten wir wissen, wie sie zum Videomachen gekommen ist. Und da Mai auch selbst Wissenschaftlerin ist, hat uns ihre Sicht auf Wissenschaftskommunikation natürlich ganz besonders interessiert.

Fast Forward Science Preisverleihung 2016

Am 6. Dezember haben wir beim Forum Wissenschaftkommunikation feierlich die diesjährigen Fast Forward Science Preisträger ausgezeichnet. Moderiert wurde die Preisverleihung von Ulrich Grünewald, im Anschluss gab es Musik von der Balkan-Band Tamam aus Bielefeld.

Ein herzliches Dankeschön an alle Preisträger, Laudatoren, Partner und natürlich an das begeisterungsfähige Publikum. Und da Bilder einfach mehr erzählen:

Fotos: Gesine Born/WiD

Fast Forward Science 2016 – Hier kommen unsere Gewinner!

Während in den vergangenen Woche noch fleißig für den Community Award gevotet wurde, sind die Entscheidungen der Jury bereits Ende September gefallen. Nun endlich lüften wir das Geheimnis und verraten, welche jeweils drei Videos in den Kategorien >>Substanz, >>Scitainment, >>Vision und dem Spezialpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft >>MeerWissen gewonnen haben.Und natürlich gibt es auch die Auswertung des >>Community Awards.

Die feierliche Preisverleihung findet am 6. Dezember 2016 im Rahmen des 9. Forum Wissenschaftskommunikation in Bielefeld statt. Ausführliche Informationen zu allen Preisträgern findet ihr auf unserer Seite Gewinner 2016.

Und da Bilder häufig mehr sagen als Worte, gibt es hier die gesammelte Playlist aller Preisträger – Film ab:

Uuunnd … Stop!

Unsere Einreichfrist ist zuende – ja, auch 10 Wochen können manchmal viel schneller vergehen, als man denkt. Am 18. Mai gestartet, ist der Zeitraum für Einreichungen beim diesjährigen Fast Forward Science bereits wieder vorbei. Wir freuen uns über eine Vielzahl von informativen, spannenden, lustigen, künstlerischen und manchmal gar ein wenig verrückten Webvideos zu Wissenschaft und Forschung!

Angefangen bei sozialen Phänomenen wie „Trauer“ bis hin zu modernen und extrem sicheren Kommunikationsmethoden mit Hilfe von Quantenphysik, der Bedeutung von Froschzucht für Reisbauern in Benin, dem Ablauf in einem schwarzen Loch und immer wieder Gentechnik in verschiedensten Anwendungsformen – die Liste der Themen von den eingereichten Webvideos ist lang und denkbar abwechslungsreich!

Nun ist unsere Jury dran – sie werden die Videos sichten und bewerten, was sicher keine leichte Aufgabe sein wird. Damit ihr euch bis zur Jurysitzung Ende September die Zeit vertreiben und eure Favoriten finden könnt, hier die Playlists unserer drei Hauptkategorien mit allen eingereichten Videos sowie die Playlist des DFG-Spezialpreises MeerWissen, für Jugendliche von 14-19 Jahren:

Playlist >>SUBSTANZ

Playlist >>SCITAINMENT

Playlist >>VISION

Playlist >>DFG-Spezialpreis MeerWissen

Teil 3: Unterhalten, Erklären, Visualisieren – so entstehen gute Wissenschafts-Webvideos #gutgemacht

Durch Missverständnisse erfolgreich
In Wien schließlich, habe ich das „European Science Film Festival!“ besucht. Das Festival fokussiert vornehmlich auf längere Wissenschaftsdokumentationen, die meist 40 Minuten oder länger sind. Dennoch gab es auch hier eine rege Diskussion über Wissenschaftsvideos im Web, insbesondere mit Derek Muller vom YouTube-Kanal Veritasium.

Veritasium zählt mit über drei Millionen Abonnenten zu den größeren der englischsprachigen Wissenschaftskanäle auf YouTube. Derek Mullers Ziel ist nicht nur, unterhaltsame Videos zu produzieren, sondern auch einen hohen Lerneffekt bei den Zuschauern zu erzielen. In seiner Promotion forschte er zum erfolgreichen Einsatz von Videos in der Lehre von Physik. Die grundlegenden Erkenntnisse, fasst er u.a. in diesem Video zusammen. Zwei Faktoren sind demnach von großer Bedeutung, um den Lernerfolg durch Videos zu steigern, auf beide möchte ich kurz eingehen:

Wichtig ist zunächst, mit Missverständnissen aufzuräumen. Das Prinzip der „misconceptions“, bei welchem zunächst eine wissenschaftlich falsche Erklärung geliefert wird, kann zwar etwas verwirrend sein, es trägt jedoch dazu bei, dass der Zuschauer aufmerksamer ist. Beispielhafte Videos von Veritasium, die diesem Prinzip folgen, finden sich hier:


Beginnt ein Video direkt mit der korrekten Erklärung eines wissenschaftlichen Zusammenhangs, neigt der Zuschauer dazu, abzuschalten, da er denkt, den Inhalt bereits zu kennen und gut verstanden zu haben. An dieser Stelle zitiert Derek, Richard Feynman, Physiker und Nobelpreisträger: „The first principle is that you must not fool yourself and you are the easiest person to fool.“.

Dies führt uns zum zweiten Faktor, dem Grad der geistigen Anstrengung. „Mental effort“ bezeichnet den Zustand, bei dem der Zuschauer vom passiven Konsumieren eines Videos hin zu aktivem Mitdenken bewegt wird. Auch dieses Prinzip nutzt Derek Muller ausgiebig auf seinem Kanal Veritasium. Eine Auswahl an Videos dazu befindet sich u.a. in der „Test Yourself!“-Playlist:


In diesen Videos wird der Zuschauer immer wieder aufgefordert, eigene Vorhersagen zu treffen.

Und was braucht ein Video nun, um auch viele Zuschauer zu erreichen? Derek Muller sagt, wenn man in dem Video eine Thematik aufgreife, die relevant für den Alltag und trotzdem ungewöhnlich sei, dann stehen die Chancen gut, dass sich das Video auch viral im Netz verbreite.

Teil 2: Unterhalten, Erklären, Visualisieren – so entstehen gute Wissenschafts-Webvideos #gutgemacht

Authentisch, verständlich und schön anzusehen – Erfolgsfaktoren deutschsprachiger Videomacher

Natürlich hab ich mir auch nicht die Gelegenheit entgehen lassen, mit denjenigen zu sprechen, die im deutschsprachigen Raum erfolgreich sind. Im Rahmen des 8. Forum Wissenschaftskommunikation fand die diesjährige Preisverleihung des Webvideo-Wettbewerbs Fast Forward Science statt. Dabei führten wir mit den Erstplatzierten Interviews.

Die Frau für Herausforderungen unter Zeitdruck, Maike Nicolai, Gewinnerin der “48h-Challenge Super Fast” betont, dass es auf die Motivation ankommt. Warum möchte ich machen, was ich mache? Wenn man diese Begeisterung dann noch auf das eigene Team übertragen könne, zögen alle an einem Strang.

„Wissenschaft muss nicht nur seriös sein, sondern auch gut aussehen!“ Karim Niazi,  Gewinner unserer Kategorie “Untitled. Künstlerisch│Wissenschaftliche Videos” setzt sich für das Schöne ein. Und bemerkt vollkommen zu Recht, dass es noch gar nicht lange her sei, dass Wissenschaft und Schöngeistiges Hand in Hand gingen, siehe Leonardo Da Vinci.

Sich selbst klar werden, was man eigentlich macht. Ein kurzes und simples Konzept zu haben, das ist das Erfolgsgeheimnis von Nico und Alex von TheSimpleClub. Den Gewinnern des Community Awards ist außerdem wichtig: Vor der Kamera immer man selbst zu sein, denn Authentizität lässt sich nicht vortäuschen. Wenn man dann auch noch viele Abonnenten mit seinem YouTube-Kanal erreichen möchte, sei eine Regelmäßigkeit und Häufigkeit an Beiträgen unabdingbar.

Stefan Müller, Mathe- und Physiklehrer und Gewinner der Kategorie Scitainment, setzt auf grundlegende Werte: Verständlich und unterhaltend müssten Wissenschafts-Webvideos sein. „Wissenschaft muss anschaulich rüber gebracht werden, es muss einfach, verständlich und interessant sein. Hier und da einen Spaß einbauen, damit die Leute bei der der Sache bleiben.“

Und schließlich unser „Wiederholungstäter“: David Peter gewann nicht nur im vergangenen Jahr in der Kategorie Super Fast, sondern er beteiligte sich auch in diesem Jahr mit zwei Videos am Wettbewerb. Und – was soll man sagen – beide waren erfolgreich! 1. Platz in der Kategorie Substanz und Platz 2. in der 48h-Challenge Super Fast. Er sagt: „Wichtig ist, dass man die Videos auch gerne guckt. Was ist der Kern der Geschichte und wie kann ich den umsetzen – humoristisch auch – dass es einen anderen interessiert?“

Teil 1: Unterhalten, Erklären, Visualisieren – so entstehen gute Wissenschafts-Webvideos #gutgemacht

Was macht man ein gutes Wissenschafts-Webvideo aus? Was zählt mehr – Unterhaltsamkeit, Verständlichkeit oder Visualisierung? So unterschiedlich, wie wissenschaftliche Webvideos sind, so verschieden sind auch die Erfolgskonzepte dahinter. In diesem Blogbeitrag möchte ich verschiedene Aspekte zusammentragen: Inspiriert von dem Workshop „Von englischsprachigen YouTube-Wissen(schaft)svideos lernen“ von Henning Krause auf dem 8. Forum Wissenschaftskommunikation, der Preisverleihung unseres Webvideo-Wettbewerbs Fast Forward Science und den Interviews mit den Preisträgern von 2015 sowie dem Besuch des „European Science Film Festival“, auf welchem ich darüber mit Derek Muller von Veritasium gesprochen habe. Teil zwei und drei folgen dann in den kommenden Tagen.

Der Blick in die Ferne: Warum englischsprachige Wissenschafts-Webvideos so erfolgreich sind
Beginnen wir also mit den Ergebnissen aus dem Workshop von Hennig Krause und Katja Machill. Kein Geheimnis, aber trotzdem wichtig für die Betrachtung ist: die englischsprachige Community ist um einiges größer, als die deutschsprachige. Es gibt nicht nur mehr Menschen, die
Wissenschafts-Webvideos sehen, sondern auch mehr Videomacher. Das ist jedoch nicht alles: deutschsprachige und englischsprachige Wissenschafts-Webvideos unterscheiden sich häufig in der Erzählweise, so sind englischsprachige Videos häufig sehr unterhaltsam. Edutainment ist hier das Stichwort. Oft wird in den Videos ein einzelner Effekt aufgegriffen, an welchem dann ein wissenschaftliches Phänomen erläutert wird. Idealerweise knüpft dieser Effekt an unser tägliches Leben an, kann vielleicht sogar mit einfachsten Mitteln nachgestellt werden und ist trotzdem ungewöhnlich. Die Erklärung dazu erfolgt dann in einer extrem unterhaltsamen Art und Weise, eine gute Auswahl an Beispielen hierzu findet sich in dem Blogartikel von Henning Krause. Die Videomacher sind häufig selbst im Bild zu sehen und in ihrer Art sehr prägend für das Geschehen – eben echte Persönlichkeiten. Die Machart der Videos variiert dabei von semi-amateurhaft bis hin zu professionell. Auffallend dabei ist, dass auch in den professionellen Produktionen oft das „Amateurhafte“ als Stilelement eingesetzt wird (wie unruhige Kameraführung etc.).

Alles nur Party-Klugscheißer-Physik, wie ein Workshopteilnehmer bemerkte? Mitnichten. Viele der Kanäle nutzen zwar leicht verständliche Phänomene und eine extrem unterhaltsame Erzählweise, erklären anhand dieser aber aktuelle Forschung. Nicht selten sind die Videos dann auch gut 10 Minuten lang, manchmal sogar noch länger.

Gewinner 2015: Die besten Wissenschaftsvideos

Matrix, BrickScience, düstere Städte, Plastikbecher-Labore und gelbe Tauchboote: Die Bilderwelt der der Gewinner von Fast Forward Science 2015 ist so vielfältig wie die Themen aus aktueller Wissenschaft und Forschung, mit denen sie sich auseinandersetzen. Viel Spaß beim Durchklicken!

>>Kategorie Substanz
>>Kategorie Scitainment
>>Kategorie Untitled.
>>Community-Award
>>Sonderpreis Super Fast

>>Kategorie Substanz
Um in der Kategorie Substanz ganz vorne mit dabei zu sein, muss das Webvideo aktuelle Wissenschaft und Forschung fundiert vermitteln. Objektive Darstellung, gründliche Recherche, Verständlichkeit und ein gewisser Unterhaltungswert – diese Anforderungen sind nicht ganz ohne. Die Wahl des Genres ist dabei frei und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Platz 1: Constraints on the universe as a Numerical Simulation

Traum und Realität: nicht immer lassen sich diese zwei gut voneinander unterscheiden. Was wäre, wenn unsere Realität – ähnlich wie in dem Filmklassiker Matrix – vielleicht nur eine Simulation ist? Dieser Frage geht auch der Kommunikator David Peter, von somethingwithscience nach. Das Video ist eine abwechslungsreiche Mischung aus klassischem Expertenstatement, hier von Prof. Dr. Hartmut Wittig von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und Animation. David Peter zeigt, wie man mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auch zu dem Schluss kommen könnte, dass unsere Realität doch nur eine Simulation ist. Und wenn es so wäre – würdet ihr es wissen wollen? Preisgeld 3.000 Euro

Platz 2: Gehirn-Computer-Schnittstelle – der direkte Draht zum Denken

Computer, die Gedanken lesen – das klingt nach Zukunftsmusik, ist aber gar nicht so unrealistisch. Forscher aus den Bereichen Physik, Informatik und Psychologie messen am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme Gehirnströme und entwickeln eine „Gehirn-Computer-Schnittstelle“, über die zum Beispiel gelähmte Menschen kommunizieren können. Wie sich Mensch und Maschine vielleicht zukünftig austauschen, zeigt das Video in einer Mischung aus Stop-Motion-Animation und Interview. Dass der Jüngling mit den geröteten Wangen zu Beginn des Videos eine verblüffende Ähnlichkeit mit Dr. Moritz Grosse-Wentrup, dem Leiter der Forschungsgruppe hat, ist nur eines von vielen kleinen Details. Preisgeld 2.000 Euro

Platz 3: Früherkennung I Gentests und Designerbabys

Wann beginnt menschliches Leben? Was ist ein Designerbaby und wo liegt der Unterschied zwischen Präimplantations- und Pränataldiagnostik? Was ist technisch möglich und was davon in Deutschland auch erlaubt? Diese heiklen Fragen stellt sich der YouTuber Ben von SOundSo gesehen in einem typischen „Erklärvideo“. Die möglichen Antworten auf diese Fragen sind sehr komplex, das Video bietet jedoch einen guten Überblick zu dem Thema. Preisgeld 1.000 Euro

>>Kategorie Scitainment
In der Kategorie Scitainment achtet die Jury insbesondere darauf, dass das Webvideo auf unterhaltsame Art und Weise aktuellen Inhalt aus Forschung und Wissenschaft vermittelt. Wissenschaft ist spannend, sensationell, macht Spaß und begeistert. Und das sollte in den Videos auch rüber kommen!

Platz 1: Teilchenbeschleuniger – Brickscience TV

Die Suche nach den kleinsten, unteilbaren Teilchen! Sie hält weiter an und beschäftigt weiter die Wissenschaft. Selbst LEGO-Steine sind, wenn auch schwieriger, noch teilbar. Atome – wie von den alten Griechen vermutet – fallen ebenfalls aus. Lupe und Mikroskop helfen bei der Suche leider auch nicht weiter. Eine Lösung für das Problem, bietet jedoch die Technologie des Teilchenbeschleunigers. In diesem werden nämlich Frontalzusammenstöße von sehr kleinen Teilchen provoziert, um zu untersuchen, welche Einzelteile dabei zurück bleiben. Und hier helfen dann auch wieder LEGO-Steine weiter, wie der Brickfilmer Stefan Müller beweist. Zumindest um die Funktionsweise eines Teilchenbeschleunigers zu erklären. Preisgeld: 3.000 Euro

Platz 2: Power to Gas – Energiespeicher der Zukunft

Die Zunahme regenerativer Energien bringt ein Problem mit sich: Was machen wir, wenn wir durch einen etwas windigen und sonnigen Tag mehr Strom produzieren, als wir brauchen? Und woher kommt unser Strom, wenn es einmal regnet und kein Wind weht? Strom wollen wir ja trotzdem! Weil die Energie nicht einfach so verschenkt werden soll, arbeiten Forscher daran, dass man den überflüssigen Strom speichern und einfach später nutzen kann. Eine Idee ist es Strom in Gas umzuwandeln, welches dann später als Energie wieder eingesetzt werden kann. Oder kurz gesagt: Power to Gas. Wie das genau funktioniert, zeigen euch die Jungs von TheSimpleClub, in einem anschaulichen Experiment. Aber Vorsicht: Nachmachen im eigenen Wohnzimmer würden wir nicht empfehlen! Preisgeld: 2.000 Euro

Platz 3: Supraleitung: Auf der Überholspur

Was haben Kanadier und Elektronen gemeinsam? So einiges, wie in der Animation von Malte Derks von MD-Films und Jon Parnell vom Max-Planck-Institut für Festkörperforschung Stuttgart deutlich wird. Mit schauspielerischer Meisterleistung wird verdeutlicht, wie Stromleitungen funktionieren – und warum man diese durchaus mit dem Verkehr auf kanadischen Straßen vergleichen kann. Um Hindernisse zu vermeiden, bietet sich für Strom die Supraleitung an, äquivalent zu den Carpool-Lanes, den Sonderfahrbahnen für Fahrgemeinschaften im kanadischen Verkehrssystem. Die Schwierigkeit bei den Supraleitungen ist nur, dass es beinahe doppelt so kalt sein muss, wie im kältesten kanadischen Winter. Warum, erklärt euch Jon in dem Video. Preisgeld: 1.000 Euro

>>Kategorie Untitled
In dieser Kategorie werden Videos an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet. Die Jury achtet hierbei besonders auf die künstlerische Qualität sowie den Einsatz ungewöhnlicher ästhetischer Mittel und die Nutzung der audio-visuellen Möglichkeiten.

Platz 1: Hydrocarbon

Durch detaillierte und animierte Zeichnungen in schwarz-weiß bringt der Künstler Karim Niazi eine komplexe Thematik in wenigen Minuten auf den Punkt. Unsere Gesellschaft steuert durch stetig steigenden Energiebedarf auf schwierige Zeiten zu. Wissenschaftler rechnen damit, bald das Maximum der jährlichen Fördermenge von Öl zu erreichen. Regenerative Energien allein werden den steigenden Bedarf an Energie weltweit nicht decken können. Die Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft sind schwer absehbar. Bleibt zu hoffen, dass unsere Zukunft nicht ganz so düster aussieht, wie in diesem Finalisten-Video. Preisgeld 3.000 Euro

Platz 2: Marble Spaceship

Ein schiffartiges Gebilde fliegt durch die Weite des Alls. Darauf: eine Art riesige, verschlungene Murmelbahn. Eine blaue Kugel scheinbar für immer in diesem System gefangen; ein Hoch und Runter auf den vorgegebenen Bahnen. Oder etwa doch nicht?
Das Video von Clara Lüning und Dr.-Ing. Wolfgang Höhl fasziniert, weil es ein ganz besonderes Universum schafft, zum Nachdenken anregt und viele Fragen offen lässt. Oder wofür steht denn eurer Meinung nach das Runterfallen der Kugel in den Abgrund?
Preisgeld 2.000 Euro

Der 3. Platz in der Kategorie Untitled wurde nicht vergeben.

>>Community-Award
Vom 1. Oktober bis zum 31. Oktober 2015 lief das Online-Voting für den Community Award. Wir haben jedes Mag-Ich und jeden positiven Kommentar gezählt. Kommentare, die dieDiskussion anstoßen und den Dialog bereichern, haben wir sogar doppelt gezählt! Zusammen mit den Finalisten der drei Kategorien kämpften die Super Fast-Gewinner um die Gunst der Zuschauer und Internetcommunity. Und so habt ihr entschieden:

Platz 1: Power to Gas – Energiespeicher der Zukunft

Die Zunahme regenerativer Energien bringt ein Problem mit sich: Was machen wir, wenn wir durch einen etwas windigen und sonnigen Tag mehr Strom produzieren, als wir brauchen? Und woher kommt unser Strom, wenn es einmal regnet und kein Wind weht? Strom wollen wir ja trotzdem! Weil die Energie nicht einfach so verschenkt werden soll, arbeiten Forscher daran, dass man den überflüssigen Strom speichern und einfach später nutzen kann. Eine Idee ist es Strom in Gas umzuwandeln, welches dann später als Energie wieder eingesetzt werden kann. Oder kurz gesagt: Power to Gas. Wie das genau funktioniert, zeigen euch die Jungs von TheSimpleClub, in einem anschaulichen Experiment. Aber Vorsicht: Nachmachen im eigenen Wohnzimmer würden wir nicht empfehlen! Preisgeld 500 Euro

Platz 2: Früherkennung I Gentests und Designerbabys

Wann beginnt menschliches Leben? Was ist ein Designerbaby und wo liegt der Unterschied zwischen Präimplantations- und Pränataldiagnostik? Was ist technisch möglich und was davon in Deutschland auch erlaubt? Diese heiklen Fragen stellt sich der YouTuber Ben von SOundSo gesehen in einem typischen „Erklärvideo“. Die möglichen Antworten auf diese Fragen sind sehr komplex, das Video bietet jedoch einen guten Überblick zu dem Thema. Preisgeld 300 Euro

Platz 3: Unsichtbar im Internet – anonym surfen

Was hat eine Kuh mit Datenschutz zu tun. Nun, eine Kuh schützt keine Daten und klaut keine Daten, aber eine Kuh hilft, um zu verstehen, was mit unseren Daten im Internet passiert. Und um noch mehr Verwirrung zu stiften: Eine Autokolonne braucht es dazu auch noch. Eigentlich – wie der Titel ja schon sagt – geht es um Datenübertragung und das Internet. Und das ist ein enorm wichtiges Thema. In Deutschland nutzen 76,8% aller Personen das Internet. Das sind rund 23 % mehr als noch vor 10 Jahren. Der NSA-Skandal und Edward Snowden haben ja verdeutlicht, wie massiv momentan die Mängel, Lücken und Schwachstellen in der Datensicherheit sind. Welche Tricks sich die neuere Forschung überlegt hat, um Datenpakete unbemerkt zu verschicken erklärt euch Finn vom YouTube-Kanal Bytethinks in seinem Video „Unsichtbar im Internet – anonym surfen“.
Preisgeld 200 Euro

>>Super Fast: 48h-Callenge
Videomacher treffen Wissenschaftler und Experten in ihrem Wellnesstempel, am Bahnhof auf dem Sprung zum nächsten Termin und beim Melone essen – so ist das wenn man in nur 48 Stunden ein Wissenschaftsvideo produzieren will. Bereits im Juni haben sich sechs Teams unserer 48h-Challenge Super Fast gestellt und ein Webvideo zum diesjährigen Thema UNDER PRESSURE produziert.

Platz 1: JAGO 25 Jahre unter Druck

JAGO steht unter echt großem Druck – und das schon seit 25 Jahren. In dem Video des GEOMAR Helmholtz-Zentrums in Kiel kommt das Forschungstauchboot JAGO zu Wort und berichtet von seinen Erlebnissen in 400 Metern Tiefe. In einem charmanten Interview mit seinem Betreuer Peter Striewski, erzählt JAGO warum er nach 25 Jahren unter Druck immer noch so frisch aussieht, von seinen Lieblingsthemen Navigation und Technik, und von wichtigen Einsätzen zwischen den Komoren und Norwegens Korallenriffen. Dabei erfährt man ganz nebenbei von aktuellen Expeditionen und Forschungsergebnissen. Preisgeld 500 Euro

Platz 2: 360grad Medienkonvergenz

Ein Video in 48 Stunden zu produzieren erzeugt ganz schön Druck. Großer Druck ist in der digitalisierten Medienwelt nichts Neues. Deshalb macht sich Kommunikator David Peter in seinem Video auf die Suche nach den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Medien und Medienforschung. Dabei erfährt er von dem Blogger Jannis Kucharz und der Professorin für Medienkonvergenz Birgit Stark, dass die Medienwelt ganz schön unter Druck steht: Konkurrenzdruck, wirtschaftlicher Druck, Aktualitätsdruck und auf Druck auf die Medienwissenschaft. Durch die 360 Grad-Filmtechnik wird man allein vom Zusehen in den Wirbel der immer schnelleren Medienwelt gesogen. Preisgeld 200 Euro

Platz 3: Künstliches Magma

Im inneren von Planeten herrscht besonders hoher Druck, was erheblichen Einfluss auf die Eigenschaften von Materialien hat. Dort können wir natürlich nicht forschen. In dem Video „Künstliches Magma“ des Portals Welt der Physik stellt das Team um den Leiter der Wissenschaftskommunikation des DESY Helmholtz-Zentrums in Hamburg ihren Messplatz vor an dem Material unter extremen Bedingungen erforscht wird. PostDoc Zuzana Konopkova kann an ihrem Messplatz nicht nur Materialproben untersuchen, sondern sogar künstliches Magma herstellen. Das DESY-Team zeigt mit ihrem Video die Rolle von Druck in aktueller Forschung. Preisgeld 100 Euro